Eine Multiplikator*innenschulung zu "Menschenwürde & Scham"

Eine Multiplikator*innen-Schulung für Lehr-, Fach- und Leitungskräfte aus den Bereichen Pädagogik, Soziale Arbeit, Psychologie und Gesundheit sowie sonstige Interessent*innen

Scham ist eine schmerzhafte Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. Häufig wird sie jedoch übersehen, denn das Bewusstsein für die Scham ist weitgehend verloren gegangen. Sie wird häufig tabuisiert, selbst in Berufsfeldern, in denen täglich viel Scham ausgelöst wird. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen, denn unbewusste Schamgefühle können zu(selbst)destruktiven Verhaltensweisen wie Trotz, Gewalt, Kontaktabbruch, Depression, Sucht u.a. führen.
In den letzten Jahren zeigt sich jedoch eine gegenläufige Entwicklung:die Aufmerksamkeit für die Scham und ihre Funktion als „Wächterin“ der Menschenwürde (so Leon Wurmser) nimmt stark zu. Dies zeigt etwa die steigende Zahl von Forschungen und Veröffentlichungen, sowie die wachsende Zahl von Anfragen zu Fortbildungen zu diesem Thema. Immer mehr Menschen erkennen, dass ein konstruktiver Umgang mit Schamgefühlen unerlässlich ist für ein menschenwürdiges Miteinander.


Hier setzt unser Fortbildungsangebot an: Mit dieser Multiplikator*innen-Schulung möchten wir die Teilnehmenden dahingehend fortbilden und begleiten, dass sie – auf ihre eigene Weise – das Bewusstsein für das Thema „Scham und Würde“ in die verschiedenen Berufsfelder tragen können. Auf die Praxisrelevanz wird ein besonderes Augenmerk gelegt.

 

Termine:
Block 1: 19. - 21.10.2023
Block 2: 15. - 17.02.2024

 

Seminarzeiten: Do. und Fr.: 09:00-18:00 Uhr und Sa.: 09:00-13:00 Uhr
 

Inhalte

Block 1:
Grundlagen sowie Ausarbeitung einer Fortbildungsveranstaltung
- Grundlagen zu Menschenwürde und Scham
- Anwendung auf Alltagsbeispiele
- Methodisch-didaktische Grundlagen
- Konzeption einer eigenen Fortbildungsveranstaltung, Planung und schriftliche Ausarbeitung
- Auftrag, die konzipierte Veranstaltung bis zum nächsten Block durchzuführen und die   Ausarbeitung sowie Reflexion für den nächsten Block mitzubringen.

 

Block 2:
Vorstellung, Vertiefung und Reflexion des Gelernten
- Vorstellung der durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen mit Feedback
- Reflexion der Erfahrungen
- Erweiterung des Wissens, sowohl zu Würde und Scham, als auch zum methodisch-didaktischen    Vorgehen
- Einübung von Seminarteilen in der Gruppe Lehr- und Lernmethoden

 

Lehr- und Lernmethoden:
Impulsvorträge, Kleingruppenarbeit, Textarbeit, Arbeit mit Fallbeispielen aus der Praxis, Perspektivwechsel durch unterschiedliche Rolleneinnahme, Reflexion von eigenen Erfahrungen
 

 

Zielgruppe

Lehr-, Fach- und Leitungskräfte aus den Bereichen Pädagogik, Soziale Arbeit, Psychologie und Gesundheit sowie sonstige Interessent*innen, die die Intention haben, freiberuflich oder im
Rahmen der eigenen Tätigkeit Seminare zur Würde und Scham durchzuführen (vorteilhaft ist, aber nicht zwingend erforderlich, wenn bereits Seminare bei einer*m der Dozierenden besucht wurden).

Zertifizierung

Die Teilnehmenden verfügen nach Abschluss der Fortbildung über grundlegendes Wissen zu Scham und Würde. Sie können aus dem Wissen und den methodisch-didaktischen Überlegungen heraus ihre eigenen Fortbildungen konzipieren, planen, durchführen und evaluieren.
Damit haben sie die Grundlage, für unterschiedliche Zielgruppen Fortbildungen (von Vorträgen, Workshops bis zu mehrtägigen Seminaren) zum Thema Würde und Scham anzubieten.

Die Teilnehmenden erhalten eine erweiterte (differenzierte) Teilnahmebescheinigung, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- Teilnahme an allen Terminen
- Erarbeitung/ Planung und Durchführung einer eigenen Fortbildungs-Veranstaltung in der Praxis
- Vorstellung des durchgeführten Fortbildungskonzeptes in Kleingruppen mit Feedback im Plenum

Termin
19.10.2023 - 17.02.2024
Kosten
750,00 € auch zahlbar in drei Raten á 250,00 € Euro
Veranstaltungsort
Münchner Institut für systemische Weiterbildung (misw)

Reichenhallerstraße 29
81547 München

Maximale Teilnehmerzahl
19.10.2023 - 17.02.2024 | max. 20 Teilnehmer
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ReferentInnen
Ursula Immenschuh
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Dr. Stephan Marks
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