Aktuelles

Information zum Umgang mit Corona Virus

 

Liebe Teilnehmerinnen, liebe Teilnehmer,

in den vergangenen Tagen war ich sehr mit der Corona-Pandemie und der Frage beschäftigt, wie das MISW vor diesem Hintergrund am besten die Verantwortung für die Gesundheit aller unmittelbar und mittelbar beteiligten Menschen übernehmen kann.

Parallel hat sich die Lage noch einmal dramatisch verändert. Die landesweite Schließung aller Schulen und Kitas und das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Alten- bzw. Pflegeheimen belegen dies beispielhaft.

Nach etlichen Recherchen und zahlreichen Gesprächen bin ich jetzt zu folgendem Entschluss gekommen:

Beginnend mit kommendem Montag (16.3.) sagt das MISW alle Seminare und Supervisionen bis einschlie0lich 19.4. (Ende der Osterferien) ab. Dafür gibt es insbesondere folgende Gründe:

1. Die steigenden Infektionszahlen, die Empfehlungen aus Politik, Medizin, Wissenschaft und von den lokalen Behörden bezüglich des Umgangs mit dem Coronavirus lassen uns keine andere Wahl. Es ist inzwischen eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung geworden, die Ausbreitung der Viruserkrankung zu entschleunigen, um unser gutes Gesundheitssystem zu stärken. Nur so sind wir als Gesamtsystem in der Lage diese Herausforderung für die Gesamtgesellschaft zu stemmen. Das Miteinander und die Solidarität mit den Hochrisikogruppen ist mehr denn je gefordert. Gerade als systemisches Institut sehe ich es als unsere Aufgabe, einen guten Beitrag für dieses Miteinander zu leisten.

2. Ich trage Verantwortung für alle, die im MISW mitarbeiten und wir Lehrenden tragen Verantwortung für alle TeilnehmerInnen unserer Weiterbildungen (und deren Angehörige). Diese Verantwortung müssen wir sehr ernst nehmen.

3. Supervisionen oder Seminare unter den jetzigen Umständen, die sich nach allen Prognosen in den kommenden Tagen und Wochen noch verschlechtern werden, würde bedeuten, dass wir mit einigen Absagen rechnen müssen: TeilnehmerInnen, die erkrankt sind oder kranke PartnerInnen/Kinder haben, TeilnehmerInnen, die von ihrem Arbeitgeber ein Verbot haben, an Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen oder TeilnehmerInnen, die schlicht aus persönlicher Vorsicht absagen. Die Restgruppe hätte das Thema Corona dann wie ein neues Mitglied in der Runde, was ich mir atmosphärisch eher schwächend als stärkend vorstelle. Und dann hustet noch ein Teilnehmer in der Runde und…

Ich hoffe, dass Ihr für diese Entscheidung Verständnis habt und sie auf diese Weise mittragen könnt.

Gleichzeitig könnt Ihr Euch darauf verlassen, dass alle jetzt abgesagten Veranstaltungen nachgeholt werden und sobald sich die Lage einigermaßen entspannt hat, werden wir uns der logistischen Herausforderung annehmen, jetzt ausfallende Supervisionen bzw. Seminare neu zu terminieren.

 

Im Zusammenhang mit Corona sind ja auch die sozialen Netzwerke schwer aktiv und schon die Tagesschau hat darauf hingewiesen, dass hier immer wieder ziemlich unsinnige und wenig hilfreiche Fake-News verbreitet werden. Deshalb weise ich gerne auf diesen Link hin: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Hier äußert sich Christian Drosten, der Leiter der Virologie in der Berliner Charité, interviewt von einer Wissenschaftsredakteurin, regelmäßig zur aktuellen Lage und zur Frage sinnvoller Maßnahmen. Ich höre da jeden Tag rein und finde das sehr seriös und Orientierung stiftend.


Wir wünschen Euch vor allen Dingen Gesundheit und ermuntern Euch nachdrücklich, die gesundheitsbezogenen Empfehlungen der Fachleute sehr ernst zu nehmen und dabei auch noch die Ruhe zu bewahren.

Ganz herzliche Grüße

Tobias von der Recke