Grundstruktur der Weiterbildung
Weiterbildungsprofil – Von der systemischen Beratung zur systemischen Therapie
Unser Angebot ist als Aufbau-Weiterbildung konzipiert und erweitert auf fundierter Basis die zuvor erworbenen Kompetenzen aus der Weiterbildung „Systemische/r Berater/“ für das spezifische Feld der systemischen Therapie mit Einzelnen, Paaren und Familien in verschiedenen Settings und vielfältigen Kontexten.
Der Umfang der Weiterbildung beläuft sich auf insgesamt 25 Tage mit 165 Stunden (ohne Beratungs- und Therapiepraxis). Dabei bezieht sich 1 Stunde immer auf 60 Minuten (alternativ: 1 Unterrichtseinheit/UE = 45 Minuten)
Diese teilen sich auf in
- 75 Stunden (100 UE) systemische Theorie und Methodik und 37,5 Stunden (50 UE) systemische Selbsterfahrung (15 Tage in 5 Modulen zu je 3 Tagen)
- 37,5 Stunden (50 UE) systemische Supervision der therapeutischen Praxis (6 Tage)
- 15 Stunden (20 UE) Intervision als selbstorganisierte kollegiale Gruppenarbeit (4 halbe Tage)
Zusätzlich ist ein Nachweis der fortlaufenden beraterischen/therapeutischen Praxis zu erbringen (siehe Abschluss der Weiterbildung).
Die Weiterbildung schließt bei erfolgreichem Abschluss nach ca. einem Jahr mit dem Zertifikat „Systemische/r Therapeut/in und Familientherapeut/in (C-I-S)“
Supervision und Intervision
Supervision und Intervision sind wichtige Bestandteile der Ausbildung.
Die TeilnehmerInnen organisieren sich hierzu in Supervisionsgruppen die über die gesamte Weiterbildungsdauer zusammenbleiben. Die Supervision wird von den Lehrtherapeut/innen durchgeführt.
Die Termine zu den Supervisionstagen werden im 1. Baustein festgelegt.
Zur Intervision treffen sich kleinere, regionale, selbstorganisierte Gruppen zwischen den Seminarblöcken. Intervision dient dazu, Seminarinhalte zu vertiefen, zu ergänzen, Literatur zu bearbeiten, sich auszutauschen und sich gegenseitig beim individuellen Lernprozess zu unterstützen.
Methodik / Didaktik
Die fünf inhaltlichen Bausteine werden jeweils von zwei erfahrenen Trainer/innen in unterschiedlicher Zusammensetzung geleitet. Die Supervisionsgruppen werden jeweils von 1 Supervisor/in geleitet.
Die Lerninhalte werden praxisnah, transparent und teilnehmerorientiert im Bausteinsystem berufsbegleitend vermittelt. Zwischen den Bausteinen liegende Supervisions- und Intervisionstage gewährleisten einen zusätzlichen Reflektionsrahmen, um das Experimentieren und Transferieren auf die konkrete Praxis der Teilnehmer/innen zu unterstützen. Dabei legen wir in allen Phasen großen Wert auf die individuellen Persönlichkeitsentwicklungen der Teilnehmer/innen, die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der beruflichen Rolle im Kontext der jeweiligen Organisation und der Rolle als Systemische/r Therapeut(in)
Um nachhaltige Lernerfahrungen zu ermöglichen verwenden wir ein reichhaltiges Methodenspektrum, wie z.B. Plenumsdiskussionen, Diskurse, Dialogische Erkundungen, Kleingruppen, Rollenspiele, Live-Sitzungen, Skulpturarbeit, Demonstrationen, Kurzreferate, Partnerarbeit, Lernen durch Erleben, Videodemonstrationen, Videoteaching, Reflecting Teams etc...
Zur Ergänzung und Vertiefung erhalten die Teilnehmer/innen umfangsreiche Arbeitspapiere und Anregungen für die Arbeit in Lernpartnerschaften.
Evaluation
Unser Weiterbildungskonzept ruht auf 2 Fundamenten:
Wir vermitteln den Teilnehmer/innen
- nützliche Methoden, die sich als höchst hilfreich bei der Begleitung von Menschen in Übergangsprozessen erwiesen haben
und wir legen hohen Wert auf die
- Effizienz ihres beraterischen/therapeutischen Handelns und unseres Lehrangebotes.
Überprüft wird dies durch eine Feedbackkultur zwischen Berater/in bzw. Therapeut/in und dem jeweiligen Klienten- und Kundensystemen, als auch zwischen den TeilnehmerInnen und uns als LehrtrainerInnen/SupervisorInnen am Ende jedes Bausteins.
So wollen wir sicherstellen, dass sowohl die Teilnehme/innen im Kontext Ihrer Arbeit mit Klient/innen als auch wir innerhalb der Weiterbildung in einem zieldienlichen Setting optimal zusammenarbeiten.
Profile der Lehrtherapeut/innen und Supervisor/innen
Dr. Viktoria Tscherne, Lehrsupervisorin, Lehrtherapeutin (DGSF), Altenpflegerin, Studium der Medizin, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin für Psychosomatische Medizin, seit 1992 Oberärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lehrtherapeutin bei „ComPetto“ München , Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie, Systemische Familientherapie, Körperpsychotherapie, Strukturaufstellungen, seit 1995 Beratung, Coaching, Supervision und Weiterbildung
Tobias von der Recke, Dipl.-Psychologe, Familientherapeut (DGSF), Lehrsupervisor, Lehrtherapeut (DGSF), Gründer des MISW in München, Systemische Familientherapie, Klinische Hypnose, Psychodrama, 10 Jahre psychologische und leitende Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie seit 1993 Psychotherapie, Beratung, Supervision, Coaching, Schulentwicklung und Weiterbildung, Ausbildungstätigkeit in München, Hamburg, Russland, Österreich, Schweiz, Projektleitung "Intensive Familienberatung" Jugendamt Weilheim-Schongau
Petra Rechenberg-Winter, Dipl. Pädagogin und Psychologin, Approb. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Akkreditierte Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin (PTK Bayern), Kommunikationswirtin (GEP), Systemische Familientherapeutin (DGSF), Systemische Supervisorin (DGSF), Zertifikat für Lehrende (DGSF), Lehrende für Supervision (DGSF, DGSv), Mediatorin (BM) Schwerpunktthemen: Verlust und Trauer im systemischen Kontext, Systemische Konfliktmoderation und Mediation
Jürgen Soyer, Diplomtheologe, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Systemischer Therapeut-Familientherapeut (DGSF), Systemischer Supervisor (DGSF), Stellvertretender Leiter bei REFUGIO München, einem Beratungs- und Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge.
Stefan Dippold, Diplom-Psychologe, Systemischer Therapeut/ Familientherapeut (DGSF), Systemischer Supervisor, Fortbildungen in NLP und Hypnotherapie (M.E.G.). Langjährige Erfahrung in der ambulanten und stationären Jugendhilfe sowie in der Aufsuchenden Familientherapie. Seit 2000 Psychotherapie, Beratung und Supervision. 2007 Gründung der Praxis „profil – Praxis für systemische Beratung, Therapie und Supervision“ in Weilheim. Langjährige Ausbildungstätigkeit am Jugendhaus Kassianeum (JuKas) in Brixen, Südtirol

