Beratung und Therapie

Therapie ist das Bemühen, seelische Schmerzen zu heilen und Not zu lindern. In unseren systemischen Verständnis richtet sich der Blick dabei weniger auf Krankheit, Symptome oder Defizite, sondern viel mehr auf Ressourcen, Erfahrungen und Kompetenzen, über die alle Menschen verfügen. In therapeutischen Prozessen geht es darum, diese Ressourcen zu nutzen, um Krisen zu bewältigen. Dabei muss nicht immer "alles aufgearbeitet" werden, doch manchmal ist es durchaus hilfreich, alte Lasten und Schmerzen anzuschauen, damit etwas Gutes daraus werden kann.
 
Häufig geht es darum, die Dinge zu sortieren und in eine neue, zweckmäßigere Ordnung zu bringen, neue Muster zu lernen und zu probieren, Verantwortung zu klären und Altlasten in guter Weise zu entsorgen. Manchmal bedeutet Therapie auch, sich mit den Grenzen der eigenen Möglichkeiten zu befrieden und dabei Trost  zu erfahren. Bei allem, was schwer ist oder sein mag, ist es immer wichtig, "die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" wieder zu entdecken, wobei der Humor dabei der wirkungsvollste Cotherapeut ist.
 
Wir bieten Ihnen unsere Zusammenarbeit und unseren Respekt für Ihre Fragen an und glauben, dass es immer gute Gründe für jedes Verhalten gibt. Gemeinsam mit Ihnen und Ihren Lebenserfahrungen erarbeiten wir neue Lösungen. Wir bieten Ihnen einen ersten Termin innerhalb einer Woche an. Terminvereinbarungen orientieren wir flexibel an Ihren Bedürfnissen. Wir beraten Sie persönlich am Telefon und klären dabei erste Fragen.

Einzeltherapie
Eine persönliche Krise, beispielweise eine Trennung oder Trauer um einen wichtigen Menschen, kann ebenso Ausgangspunkt einer Einzeltherapie sein wie Gefühle von Überforderung, Ausgebranntsein oder Ängste, die das Leben beeinträchtigen. Es kann auch die Erfahrung sein, die eigenen Möglichkeiten nicht in gewünschtem Maße zu nutzen, in verschiedenen Lebensbereichen an immer wieder ähnlichen Stellen steckenzubleiben oder in Beziehungen immer wieder zu scheitern.

Wir arbeiten in der Regel nicht allzu lange, selten sind es mehr als fünfzehn Sitzungen oder sechs Monate (Ausnahmen bestätigen selbstverständlich auch hier die Regel). Das heißt jedoch nicht, dass danach alles gelöst ist und alle Sorgen verschwunden sind, aber wir trauen Menschen sehr viel zu, eben auch, dass sie nach einigen gemeinsamen Schritten wieder gut mit ihren wertvollen Ressourcen und einzigartigen Erfahrungen ohne uns auskommen.

Inhaltlich geht es häufig darum, die aktuelle Krise im Zusammenhang mit lebensgeschichtlichen Entwicklungen zu betrachten, für die Lösung von Problemen neue Landkarten und Modelle zu entwickeln und dem persönlichen Drehbuch des Lebens neue Ideen anzufügen.

Paartherapie kann Paaren dabei helfen, wenn sie in Krisen geraten und erleben, dass sich Liebe verändert, manchmal auch vermeintlich ganz verschwindet. Partner entwickeln Trennungsphantasien, hören auf, miteinander zu sprechen, lassen Geliebte "in ihr Leben treten" oder vermählen sich mit ihrer Arbeit. Systemische Paartherapie hilft, von der aktuellen Krise gemeinsame Bilder zu entwickeln und Krisen besser zu verstehen.

Historisch kann es noch einmal wichtig sein zu schauen, wozu wohl ausgerechnet Sie beide ein Paar geworden sind. In aller Regel gibt es nämlich dafür ziemlich gute Gründe; nur verletzen sich Partner leider auch gerne gerade an den alten Wunden, deren Heilung eigentlich durch die Partnerschaft erhofft wurde. Manchmal überfordern sich Paare auch sehr mit dem verständlichen Wunsch, dass durch diese Liebe alles gut wird, was im bisherigen Leben nicht (so) gut gegangen ist. Da kann auch der Abschied von zu großen Ansprüchen helfen und die Möglichkeit ergänzender Hilfen für die Heilung alter Wunden.
 
Familientherapie gründet nicht zuletzt auf der erwiesenen Erfahrung, dass Probleme, auffälliges Verhalten oder auch Krankheiten nicht nur im Körper oder der Seele eines Individuums entstehen, sondern auch im Kontext komplexer innerfamiliärer Beziehungen. Das Augenmerk der systemischen Familientherapie richtet sich also auf diese Beziehungen und den Versuch, im Netzwerk dieser Beziehungen zu sortieren, zu ordnen und zur Sprache zu bringen, was bisher nicht besprechbar war oder schien.

Ziel ist es dabei oft, Kinder zu entlasten, weil Kinder in der Liebe zu ihren Eltern bereit sind, deren Sorgen und Nöte in den eigenen Rucksack zu packen und dann vielfältige Versuche unternehmen, auf diese Sorgen hinzuweisen und die Nöte der Erwachsenen zu lindern. Kinder und Jugendliche sind so gesehen "kleine Therapeuten", die wir versuchen zu entlasten, indem wir Müttern, Vätern, Großeltern und anderen Angehörigen dabei helfen, eigene Verstrickungen zu entwirren, Zusammenhänge besser zu verstehen und erfolgreicher für das eigene Wohl zu sorgen. Eltern können für ihre Kinder schließlich nichts Besseres tun, als sich gut um das eigene Glück zu kümmern.

Außerdem bieten wir regelmäßig Familienrekonstruktionen an.
 
Wir sprechen je nach Berater/Therapeut auch in englischer, französischer, italienischer, spanischer, bulgarischer und türkischer Sprache mit Ihnen.

Pool an BeraterInnen und TherapeutInnen
Michael Clausing
Stefan Dippold
Teresa Falkowski
Susanne Friess
Ulrike Jaumann-Lang
Katalin Kóródi
Anna Pfaffenstaller
Tobias von der Recke
Tatjana Rosenberg
Boris Trapp
Anne Musbach
Anna von Werthern
Maria Wiprich-Hadulla